Feste und Feiern

Die Prager verstehen es, die Feste so zu feiern wie sie fallen. Das Jahr beginnt mit einem gewaltigen Feuerwerk, bei dem Rauchbomben in großer Anzahl den Wenzelsplatz und die Karlsbrücke in dichten Nebel hüllen. Der Januar geht dann eher traditionell mit Bällen, Konzerten und Ballettaufführungen weiter. In den Kinos der Stadt werden im Rahmen des Febio-Festivals sowohl neue als auch kultige Filme vorgeführt.

Der Februar steht ganz im Zeichen des Karnevals, der am Faschingsdienstag in einem bunten Umzug gipfelt, der die Narren im Stadtteil Zizkov von Kneipe zu Kneipe führt. Die Matthäus-Kirmes, deren Rummel alles bietet, was das Herz begehrt, ein Wettbewerb der Magier und die Days of European Film begeistern im März nicht nur die Einwohner von Prag. Im April lockt die tschechische Metropole mit ihrem Jazz Festival und dem Writers Festival sowohl Musikfans als auch internationale Schriftsteller und solche, die es werden wollen an die Moldau. Der Prager Frühling, das klassische Musikfestival beginnt im Mai mit einer Prozession von Smetanas Grab zum Eröffnungskonzert im Repräsentationshaus.

Wem die Strecke zu kurz war, kann sich im Marathon, der durch die ganze Stadt führt, beweisen. Im Juni und Juli finden diverse Tanz- und Rockfestivals statt; auch für die Kleinen wird mit dem Internationalen Puppen- und Marionettenfestival allerhand geboten. Der Prager Herbst, ein Festival klassischer Musik und das Mozartiana luventus, das Kammermusikfestival, ziehen im September Musikbegeisterte von weit her nach Prag. Mit Verdi und Jazz geht es in den Oktober und der November schließt sich mit einem Theaterfestival, einem Swing-Fest und den Festival Alternativa an. Am 26. Dezember beschließt das Moldauschwimmen die Festsaison. Am Nationaltheater stürzen sich dabei alljährlich mutige und die Kälte nicht scheuende Schwimmer ins frostige Nass.