Nationaltheater

Das Nationaltheater in Prag ist eines der Wahrzeichen der Stadt und ein Symbol der tschechischen Moderne. In der Landessprache wird das imposante Gebäude aus dem 19. Jahrhundert Národní divadlo genannt. Einheimische besuchen die abendlichen Inszenierungen genau so, wie Touristen der Stadt. Wer eine Reise nach Prag macht, der sollte sich den Anblick des kunstvollen Baus am Ufer der Moldau nicht entgehen lassen. Das Nationaltheater ist ein beliebtes Postkartenmotiv und Ort vieler Erinnerungsfotos von Touristen. Die Krönung eines Pragbesuchs ist ein Abend im Nationaltheater Prag und der Besuch einer Inszenierung der Künstler des Hauses. Opern, Theateraufführungen und Ballett sind die Schwerpunkte im Programm des Národní divadlo und Karten für solche Abende sind oft schon lange im Voraus ausverkauft.

Im Jahr 1865 gewann der Architekt Josef Zítek die Ausschreibung zum Bau eines unabhängigen, tschechischen Nationaltheaters. Es sollte ein Bau im Stil der Neorenaissance entstehen. Nach umfangreichen Materialspenden begann der Bau am 16. Mai 1868 unter Beobachtung zahlreicher Prager Bürger und mit einer Theateraufführung am Abend. 1877 wurde das Dach des Nationaltheaters gebaut und vier Jahre später fand zu Ehren eines Besuchs des Kronprinzen Rudolfs am 11. Juni 1881 die Uraufführung im noch nicht ganz fertigen Theater statt. Smetana hatte bereits Jahre zuvor die Oper Libuše für diesen Anlass komponiert. Zwischen 1977 und 1983 wurde das Nationaltheater Prag grundlegend saniert.

Nördlich des Nationaltheaters in Prag befinden sich die Bethlehemskapelle, ein sakraler Bau inmitten der malerischen Neustadt von Prag, und die Kirche St. Maria Schnee. Schräg gegenüber des Nationaltheaters auf der anderen Seite der Moldau befindet sich das Museum Kampa, eines der weltweit führenden Kunstmuseen mit einem großen Bestand an Kunstwerken nationaler und internationaler Künstler. Weitere Sehenswürdigkeiten in Prag sind die Prager Burg und die Karlsbrücke.